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Kritik an späterem Beginn des Fremdsprachenunterrichts

Die Absicht von Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), durch einen späteren Beginn des Fremdsprachenunterrichts an den Grundschulen rechnerisch bis zu 630 Lehrerdeputate einzusparen, ist bei der SPD auf scharfe Kritik gestoßen. „Anstatt den Fremdsprachenerwerb pädagogisch weiterzuentwickeln, haut die Kultusministerin mit der Sparaxt dazwischen“, sagte SPD-Schulexperte Daniel Born. Leitmotiv einer Weiterentwicklung des Fremdsprachenunterrichts in Baden-Württemberg müsse jedoch die Qualität und nicht die Einsparwut der Landesregierung sein.

Bei der Unterrichtsversorgung stehe Eisenmann vor einem Offenbarungseid. „Leider sind weitere aktionistische Umschichtungen zu befürchten“, so Born. Die Kultusministerin handle im Panikmodus, weil sie nach der Streichung von 1.074 Stellen merke, „dass ihr bei der Unterrichtsversorgung das Wasser bereits bis zum Halse steht“. Anstatt die Grundschulen mit zusätzlichen Ressourcen wirklich zu stärken, entzieht Eisenmann dem Fremdsprachenunterricht Deputate, um diese für Poolstunden einzusetzen.

Erst im Februar hatte die grün-schwarze Landesregierung die Streichung von 1.074 Lehrerstellen mit Verabschiedung des Haushalts 2017 besiegelt. Nach Ansicht Borns waren die fatalen Folgen dieser Entscheidung für alle offenkundig. Nun zeichne sich immer mehr ab, dass dieses Spardiktat in einem bildungspolitischen Fiasko enden werde.

Im Fremdsprachenunterricht an den Grundschulen sieht Born großes Potential, das effektiv genutzt werden müsse. So betone etwa die Kultusministerkonferenz die Bedeutung der frühen Entwicklung von Spracherwerbsstrategien an den Grundschulen. „Ministerin Eisenmann hat die Aufgabe, den Fremdsprachenunterricht besser und nicht billiger zu machen“, mahnte Born.

 

Stuttgart, 20. April 2017
Martin Mendler, Pressesprecher